Ich hatte da beim Twittern eine Idee: “Echte Bürgerbeteiligung wäre, wenn Parteien weiße Blanko-Plakate aufhängen würden, auf denen Bürger ihre Forderungen aufschreiben dürfen.” Inspiriert hat mich dazu eine Aktion von Sabine Martiny vom heutigen Tage.

Prompte Rückfrage von @generatoren_irr: “Aber wen wählt man dann? Repräsentieren doch die Wahlversprechen die Grundlage der Wahlentscheidung.”

Nach anderthalb Stunden eher lockeren Nachdenkens dann: “Ich hab’s: die Blanko-Plakate 4 Monate vor der Wahl, 1 Monat aufschreiben, 2 Monate auswerten. Dann Wahlkampf.”

Worauf erneut @generatoren_irr antwortete: “Super Aktion. Dann zur nächsten Wahl. #Piraten”

Und nun mein Plan:
Im Mai sind in NRW Kommunalwahlen. Ich schlage vor, spätestens im Januar die Bürger in den Kommunen und Kreisen per Blanko-Plakat-Aktionen (z.B. bei Infoständen oder Info-Abenden) einen Monat zu befragen. Wenn sich andere Parteien an der Aktion beteiligen, sollte uns das recht sein. Wenn nicht, könnten wir Piraten das auch alleine.
Nach Ablauf des Monats – also Anfang Februar – werten wir die Ergebnisse unseres Kreises (bzw. der Regionen/Kommunen, die sich an dieser Aktion beteiligen) aus, gleichen sie mit unserem Grundsatzprogramm (resp. demjenigen der Region/Kommune, die sich an der Aktion beteiligt) ab, verfassen ggf. ergänzende oder neue Programmanträge und verabschieden diese bei einem Wahlparteitag des Kreises bzw. der betr. Region/Kommune etwa Anfang April. Mit dem daraus resultierenden Wahlprogramm gehen wir dann ab Mitte April in den konkreten Wahlkampf.

Fragen:
Wer macht da mit? Habe ich etwas übersehen? Irgendwo einen Denkfehler? Ist das zeitlich zu schaffen? Ist das zu populistisch für eine Partei, die mehr Bürgerbeteiligung als eines ihrer Kernthemen ansieht?

Ich bitte um Feedback. Wenn verdient nehme ich auch Prügel. Die aber dann bitte mit Begründung.

Danke.

Was denkst du?